Mitarbeiter7. Oktober 20263 Min. Lesezeit

Was kostet eine unbesetzte Stelle im Handwerk?

Eine offene Stelle kostet mehr als das Gehalt, das du sparst. Mit dieser einfachen Rechnung schätzt du die Kosten für deinen Betrieb ab.

Viele Betriebsinhaber denken bei einer offenen Stelle zuerst: Immerhin spare ich das Gehalt. Die Rechnung geht selten auf.

Was dir verloren geht

  • Aufträge, die du ablehnen oder verschieben musst.
  • Überstunden im Team, die irgendwann zu Krankmeldungen oder Kündigungen führen.
  • Zeit, die du als Chef selbst auf der Baustelle verbringst statt im Büro.
  • Kunden, die zur Konkurrenz gehen, weil dein nächster freier Termin zu spät ist.

Eine einfache Beispielrechnung

Nimm einen Gesellen, der im Monat rund 140 Stunden auf Baustellen arbeitet. Bei einem Stundenverrechnungssatz von 60 Euro sind das 8.400 Euro Umsatz im Monat, die ohne ihn fehlen, sofern die Arbeit da ist. Zieh davon Lohn und Lohnnebenkosten ab. Was übrig bleibt, ist der Betrag, der dir jeden Monat entgeht. Über ein halbes Jahr kommt da schnell eine fünfstellige Summe zusammen.

Die Zahlen sind nur ein Beispiel. Setz deinen eigenen Stundensatz und realistische Stunden ein, dann hast du eine Zahl für deinen Betrieb.

Warum sich die Rechnung lohnt

Wer die Kosten einer offenen Stelle kennt, entscheidet anders, wie viel Aufwand und Budget in die Suche fließen darf. Eine Stelle drei Monate früher zu besetzen, ist oft mehr wert, als es auf den ersten Blick aussieht.

Kurz zusammengefasst

  • Eine offene Stelle kostet Umsatz, nicht nur Nerven.
  • Rechne mit deinem eigenen Stundensatz nach.
  • Je länger die Stelle offen ist, desto teurer wird sie.

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